Implantation von Elektroden und Impulsgebern zur Rückenmarkstimulation

Von der Wirbelsäule ausgehende Schmerzen können sehr erfolgreich mittlels Stimulation des Rückenmarks angegangen werden. Das Verfahren wird vor allem bei Patienten angewandt, die schon mehrfach erfolglos an der Wirbelsäule operiert wurden. Auch andere Schmerzursachen wie Arterienverschlüsse, Amputationsschmerzen, komplexe regionale Schmerzsyndrome (CRPS), ja sogar bestimmte Formen der Angina pectoris können mit dieser Methode erfolgreich behandelt werden.
Es wird entweder über einen kleinen offenen  Eingriff oder über eine Punktion eine mehrpolige Elektrode in den Wirbelkanal eingeführt und auf das Rückenmark aufgelegt. Über diese Elektrode wird das Rückenmark stimuliert und so die dem Gehirn zustrebenden Schmerzreize unterdrückt. Statt des Schmerzes empfindet der Patient ein angenehmes Kribbeln in den zuvor schmerzhaften Arealen. Nach einer Testphase von einigen Tagen wird in einem zweiten Eingriff ein Impulsgeber unter die Haut eingesetzt und mit der Elektrode verbunden. Nach Abheilen der Wunde kann sich der Patient völlig frei bewegen, duschen etc. Das heisst, er kann ein von der Elektrode völlig unabhängiges Leben führen. Er bekommt ein Gerät ähnlich einer Fernbedienung eines Fernsehgerätes, mit dem er je nach Bedarf  das Gerät ein-oder ausschalten und auch die Intensität der Stimulation innerhalb eines gewissen Rahmens selbst bestimmen kann. Je nach Häufigkeit des Gebrauchs und je nach Art des Impulsgebers muss dieser nach 3 bis 10 Jahren ausgetauscht werden.

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